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Schlange stehen vor dem Legenest

Derzeit plane ich meine erste Kunstbrut in diesem Jahr. Bislang ist der Plan, dass ich heuer Bruteier von meinen eigenen Hühnern ausbrüten lassen werde, ohne Zukauf von weiteren Bruteiern. Ich bin gerade in der komfortablen Situation, dass ich einen sehr angenehmen blutsfremden Brahma-Hahn und diverse Brahma-Hennen habe, die mir genug Bruteier liefern werden, um gesunde Küken nachziehen zu können.

Zusätzlich habe ich auch noch Bresse-Hennen, die werde ich wieder mit dem Brahma-Hahn verpaaren, die Junghähne würden dann der Fleischproduktion dienen.

Wenn im späten Frühjahr oder frühen Sommer – wie auch immer – die Gluckenzeit anfängt, dann kann ich von der Kunst- auf die Naturbrut umsteigen.

Derzeit legen bald alle meiner Alt- und Junghennen und üben sich bereits fleissig in der Bruteier-Produktion. Derzeit sammle ich noch nicht, aber so in etwa einer Woche wird es wohl losgehen.

Eine ausgediente Fleischwanne ist momentan das Lieblingsnest der meisten Hennen. Um einen der begehrten Legeplätze zu bekommen, stehen sie schon gerne mal Schlange. Die tiefe Stimme, die man im Video hört, ist die Stimme der Chef-Henne, der blauen Brahma-Henne, die um das Nest herumtigert.

 

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Veröffentlicht in Hühner für Anfänger, Kunstbrut

Die embryonale Entwicklung eines Kükens im Ei

Was passiert eigentlich in einem Brutei, vom gelegt werden, bis ein Küken schlüpft. Manche mögen sich das schon gefragt haben, die ungeduldig 21 Tage lang vor dem Brutkasten gesessen haben.

Dieser Lehrfilm zeigt sehr anschaulich, wie sich der Embryo entwickelt und wie das Küken das Ei anpickt. Zuerst ein Luftloch und dann einen Ring, damit es quasi den Deckel vom Ei sprengen kann, indem es mit den Füssen im Ei abstösst.

Veröffentlicht in Kunstbrut

Die ideale Bruttemperatur für Hühnereier

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Bei der Kunstbrut kann immer mal etwas schiefgehen. Denn anders als der Brutapparat sind Bruteier keine Maschinen und folgen in ihrer Entwicklung eigenen natürlichen Gesetzen. Bruteier können nicht befruchtet sein, sie können mitten im Brutprozess absterben oder plötzlich fällt der Strom aus. Wer das erste Mal künstlich brütet wird die Finger kaum von den Bruteiern lassen können und wird den Brutapparat öfter öffnen, als dies dem Brutverlauf zuträglich ist. Deshalb:

Finger weg vom Brutapparat während der Brutphase!

Wichtig bei der Kunstbrut ist die Einhaltung des Umgebungsklimas, sprich die Bruttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und das Wenden der Bruteier. Mit jedem Öffnen des Apparats wird das Brutklima zerstört, damit kann der Embryo nachhaltig geschädigt werden. Nach dem Schließen muss sich das Klima erst wieder einpendeln. Bei den einen Brutmaschinen dauert das länger, als bei anderen. Auf die ideale Brutmaschine gehe ich in einem anderen Beitrag ein.

Ich brüte mit Motorbrütern, die eine automatische Wendehorde beinhalten. Ein Lüften der Eier ist bei solchen Apparaten nicht nötig. Während der Brutphase ist es nötig die Eier zu schieren.

Nach diversen Kunstbruten habe ich die für mich idealen Brutparameter herausgefunden, die ich seither erfolgreich anwende. Die folgenden Werte gelten für Motorbrüter mit automatischer Wendung:

0-18 Tag, 37,8 Grad, 45% Luftfeuchtigkeit

19. – 21. Tag, 37,6 Grad, 65% Luftfeuchtigkeit

Sobald der Schlupf beginnt, wird die Luftfeuchtigkeit im Innern der Brutmaschine ansteigen. Während der Schlupfphase ist es wichtig, den Brüter geschlossen zu halten. Bereits geschlüpfte Küken entferne ich jeweils 24 Stunden nach deren Schlupf und quartiere sie ins Kükenheim um. Frisch geschlüpfte Küken können problemlos bis zu 48 Stunden im Brüter verbleiben. Sie benötigen dann noch kein Wasser und Futter, da sie sich noch vom Dottersack ernähren.