Veröffentlicht in Hühnerhaltung, Huhn, Kunstbrut, Meine Hühner

Schlange stehen vor dem Legenest

Derzeit plane ich meine erste Kunstbrut in diesem Jahr. Bislang ist der Plan, dass ich heuer Bruteier von meinen eigenen Hühnern ausbrüten lassen werde, ohne Zukauf von weiteren Bruteiern. Ich bin gerade in der komfortablen Situation, dass ich einen sehr angenehmen blutsfremden Brahma-Hahn und diverse Brahma-Hennen habe, die mir genug Bruteier liefern werden, um gesunde Küken nachziehen zu können.

Zusätzlich habe ich auch noch Bresse-Hennen, die werde ich wieder mit dem Brahma-Hahn verpaaren, die Junghähne würden dann der Fleischproduktion dienen.

Wenn im späten Frühjahr oder frühen Sommer – wie auch immer – die Gluckenzeit anfängt, dann kann ich von der Kunst- auf die Naturbrut umsteigen.

Derzeit legen bald alle meiner Alt- und Junghennen und üben sich bereits fleissig in der Bruteier-Produktion. Derzeit sammle ich noch nicht, aber so in etwa einer Woche wird es wohl losgehen.

Eine ausgediente Fleischwanne ist momentan das Lieblingsnest der meisten Hennen. Um einen der begehrten Legeplätze zu bekommen, stehen sie schon gerne mal Schlange. Die tiefe Stimme, die man im Video hört, ist die Stimme der Chef-Henne, der blauen Brahma-Henne, die um das Nest herumtigert.

 

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Das Huhn in der Küche

Poulet de Bresse an Senfsauce

Die Bresse-Hühner werden im französischen Burgund in Freilandhaltung aufgezogen und werden die letzten zwei Wochen in Dunkelmast mit Mais gemästet. Die Marke Bresse-Huhn ist geschützt und dürfen nur als Poulet de Bresse gekennzeichnet werden,wenn sie auch tatsächlich in der Bresse unter eben diesen streng reglementierten Bedingungen aufgezogen wurden.

Bresse-Hühner kann man aber auch irgendwo auf der Welt halten, man nennt sie dann Bresse gauloise. Ich selber halte diese Rasse auch. Da ich meine Hühner in Robusthaltung halte – also das ganze Jahr Freilauf – eignet sich diese robuste dafür sehr gut. Nicht nur die Fleischqualität ist ausgezeichnet, sondern die Hennen sind auch zuverlässige Legerinnen. Allerdings verzichte ich auf den Teil mit der Dunkelmast. Die Fleischqualität ist trotzdem super. Die Bresse-Hühner sind sehr neugierig, zahm und eben sehr robust.

Ein traditionelles Rezept aus dem Burgund ist Bresse-Huhn in Senfsauce, eigentlich ist es aber eine Senf-Käsesauce.

Die Zutaten:

  • 1 Bresse-Huhn (ein anderes Huhn geht natürlich auch, aber bitte aus Freilandhaltung)
  • 200g Comté-Käse
  • 40cl Weisswein
  • 50cl Crème fraiche
  • 2 EL Dijon-Senf
  • 1 TL Paprika
  • Salz und Pfeffer
  • Neue Kartoffeln
  • Butter

Das Huhn lässt man 20 Minuten bei 180 Grad im Ofen schmoren.

 

Veröffentlicht in Hühnerhaltung, Huhn, Meine Hühner

Hühner geniessen den Herbst

Meine Hühner genießen derzeit das wunderbare Herbstwetter. Sie sonnen ausgiebig,  picken am Fallobst herum, baden im Staubbad und sind einfach nur glücklich und zufrieden. Die halbe Truppe ist in der Mauser, dann kommt ihnen das angenehme Wetter erst recht gelegen. Die beiden Damen im Vordergrund sind zwei Bresse-Hennen. Die sind den anderen oft eine Schnabellänge voraus, was Neugier anbelangt.

bressevoran.jpg

Veröffentlicht in Hühner für Anfänger

Hühnerhaltung für Anfänger

Alle, die sich für Hühnerhaltung interessieren, haben erst einmal tausend Fragen. Wieviele Hühner soll ich mir anschaffen? Hybriden oder Rassehühner? Zwerghühner oder grosse Hühner? Wieviel Auslauf braucht ein Huhn? Was fressen Hühner? Müssen Hühner geimpft werden? Wie baue ich einen Hühnerstall? Dies sind nur einige Fragen, die einem durch den Kopf schiessen, wenn man sich erst einmal mit dem Hühnervirus angesteckt hat.

Die meisten Neo-Hühnerhalter schaffen sich erst einmal ca. 5 Hühner an, üblicherweise Legehennen, denn mit so einem Hahn weiss man ja nicht – Nachbarn und so. Zuerst möchte man sicher sein, dass das mit den neuen Tieren auch klappt. Bei all diesen Überlegungen gibt es eine goldene Regel zu beachten:

Es wird nicht bei der ersten Anzahl Hühner bleiben, sie werden sich vermehren.

Erst werden sie sich wahrscheinlich nicht auf natürliche Weise vermehren, sondern man kauft einfach wieder mal die eine oder andere Henne dazu. Platz ist vorhanden und man hat seine Freude an den gefiederten Freundinnen. Dann fängt vielleicht die eine Henne an zu glucken. Da könnte man doch auch mal Bruteier unterlegen. Mal schauen, ob etwas schlüpft. Ziemlich sicher werden kleine Wattebausche schlüpfen und man wird mit „Jö!“ und „Aah!“ gar nicht hinterherkommen. Und schwups! hat man plötzlich 20 Hühner herumrennen.

kükencharakter
Seidenhuhn-Küken

Es werden auch ziemlich sicher nicht nur Hennenküken schlüpfen. Die Chance besteht in der Regel 50:50. Es kann einen aber auch mal 100:0 treffen, also nur Hähne. Oder nur Hennen. Spätestens nach den ersten Krähversuchen der Jungtiere taucht dann die Frage auf: Wohin mit den überschüssigen Hähnen. Verkaufen? Hähne sind oft schwer zu verkaufen, weil alle Züchter ihre überzähligen Hähne versuchen, den Nachwuchs zu verkaufen. Verschenken? Das muss man mit sich selber ausmachen. Ich persönlich würde nie ein so wunderbares Tier verschenken. Ist es dem Käufer nichts wert, landet es sicher ganz schnell im Topf. Das bringt mich zum nächsten Thema: das Schlachten. Selber schlachten? Schlachten lassen? Es gibt Hühnerhalter, die machen das selber. Und solche, die das auf keinen Fall selber machen können und/oder wollen. Ja, und überhaupt: Wie schlachtet man eigentlich ein Huhn?

Das waren nur ein paar wenige Gedanken, mit denen sich ein angehender Hühnerhalter auseinandersetzen sollte. Ich habe vor zehn Jahren mit der Hühnerhaltung begonnen. Mit ein paar Hybrid-Legehennen. Damals kannte ich den Unterschied zwischen Rassehuhn und Hybridzüchtung nicht. Für mich waren es einfach faszinierende Tiere und sind es bis heute geblieben. Mittlerweile bin ich grundsätzlich auf Rassehühner umgestiegen und habe vor ein paar Jahren mit Natur- und Kunstbrut angefangen.

Anfängern in der Hühnerhaltung – und auch Fortgeschrittenen – empfehle ich das Hühner-Info-Forum. Dort erhält man innert kurzer Zeit Antworten auf dringende Fragen von Hobbyhaltern wie auch von erfahrenen Züchtern. Der Umgangston ist sehr angenehm, die Foren sehr kompetent moderiert. Das Archiv ist sehr ausführlich und es gibt fast keine Frage, die nicht schon irgendwann beantwortet wurde. Hier geht es zum HüFo.