Veröffentlicht in Meine Hühner

Hühner sind auch Primaballerinas

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Breda-Küken großgezogen. Eine sehr ruhige und elegante Rasse. Diese Henne (29 Wochen alt) habe ich heute bei der Gefiederpflege vor die Linse bekommen. Ich dachte sofort an eine Ballettänzerin, als ich ihre Pose sah.

breda ballet

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Veröffentlicht in Hühner für Anfänger

Hühnerhaltung für Anfänger

Alle, die sich für Hühnerhaltung interessieren, haben erst einmal tausend Fragen. Wieviele Hühner soll ich mir anschaffen? Hybriden oder Rassehühner? Zwerghühner oder grosse Hühner? Wieviel Auslauf braucht ein Huhn? Was fressen Hühner? Müssen Hühner geimpft werden? Wie baue ich einen Hühnerstall? Dies sind nur einige Fragen, die einem durch den Kopf schiessen, wenn man sich erst einmal mit dem Hühnervirus angesteckt hat.

Die meisten Neo-Hühnerhalter schaffen sich erst einmal ca. 5 Hühner an, üblicherweise Legehennen, denn mit so einem Hahn weiss man ja nicht – Nachbarn und so. Zuerst möchte man sicher sein, dass das mit den neuen Tieren auch klappt. Bei all diesen Überlegungen gibt es eine goldene Regel zu beachten:

Es wird nicht bei der ersten Anzahl Hühner bleiben, sie werden sich vermehren.

Erst werden sie sich wahrscheinlich nicht auf natürliche Weise vermehren, sondern man kauft einfach wieder mal die eine oder andere Henne dazu. Platz ist vorhanden und man hat seine Freude an den gefiederten Freundinnen. Dann fängt vielleicht die eine Henne an zu glucken. Da könnte man doch auch mal Bruteier unterlegen. Mal schauen, ob etwas schlüpft. Ziemlich sicher werden kleine Wattebausche schlüpfen und man wird mit „Jö!“ und „Aah!“ gar nicht hinterherkommen. Und schwups! hat man plötzlich 20 Hühner herumrennen.

kükencharakter
Seidenhuhn-Küken

Es werden auch ziemlich sicher nicht nur Hennenküken schlüpfen. Die Chance besteht in der Regel 50:50. Es kann einen aber auch mal 100:0 treffen, also nur Hähne. Oder nur Hennen. Spätestens nach den ersten Krähversuchen der Jungtiere taucht dann die Frage auf: Wohin mit den überschüssigen Hähnen. Verkaufen? Hähne sind oft schwer zu verkaufen, weil alle Züchter ihre überzähligen Hähne versuchen, den Nachwuchs zu verkaufen. Verschenken? Das muss man mit sich selber ausmachen. Ich persönlich würde nie ein so wunderbares Tier verschenken. Ist es dem Käufer nichts wert, landet es sicher ganz schnell im Topf. Das bringt mich zum nächsten Thema: das Schlachten. Selber schlachten? Schlachten lassen? Es gibt Hühnerhalter, die machen das selber. Und solche, die das auf keinen Fall selber machen können und/oder wollen. Ja, und überhaupt: Wie schlachtet man eigentlich ein Huhn?

Das waren nur ein paar wenige Gedanken, mit denen sich ein angehender Hühnerhalter auseinandersetzen sollte. Ich habe vor zehn Jahren mit der Hühnerhaltung begonnen. Mit ein paar Hybrid-Legehennen. Damals kannte ich den Unterschied zwischen Rassehuhn und Hybridzüchtung nicht. Für mich waren es einfach faszinierende Tiere und sind es bis heute geblieben. Mittlerweile bin ich grundsätzlich auf Rassehühner umgestiegen und habe vor ein paar Jahren mit Natur- und Kunstbrut angefangen.

Anfängern in der Hühnerhaltung – und auch Fortgeschrittenen – empfehle ich das Hühner-Info-Forum. Dort erhält man innert kurzer Zeit Antworten auf dringende Fragen von Hobbyhaltern wie auch von erfahrenen Züchtern. Der Umgangston ist sehr angenehm, die Foren sehr kompetent moderiert. Das Archiv ist sehr ausführlich und es gibt fast keine Frage, die nicht schon irgendwann beantwortet wurde. Hier geht es zum HüFo.