Veröffentlicht in Das Huhn in der Küche, Hühnerhaltung

Rupfmaschine für Hühner selber bauen

Wer selber Hühner schlachtet, wird sich ab einer bestimmten Anzahl Tiere wohl Gedanken darüber machen, sich eine Rupfmaschine anzuschaffen. In der Regel handelt es sich dabei um eine Trommel – ähnlich wie bei einer Waschmaschine – die innen mit weichen Gumminoppen ausgekleidet ist. Das geschlachtete und gebrühte Huhn wird in die Trommel getan, diese dreht sich rasant mittels Motor und entfernt schonend die Federn des Huhns.

Alternativ kann man sich auch selber so eine Apparatur basteln. Ich bin da auf eine kostengünstige Variante gestossen, die man einfach nachbauen kann. Bedingung ist aber, dass man sie im Freien anwendet, oder man über einen gekachelten Schlachtraum verfügt. Sonst fliegen einem die Federn um die Ohren.

Hier die Idee und Anleitung:

Und hier sieht man so ein Ähnliches Konstrukt in Aktion:

 

 

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Veröffentlicht in Das Huhn in der Küche

Frittierte Igel-Hühner

Ich war eigentlich auf der Suche nach etwas anderem, bin dann aber auf diese interessante Hühner-Zubereitungsart gestoßen. Video stammt wohl aus Sri Lanka. Bei dem Gericht handelt es sich um frittierte ganze Hühner, welche vorher in Topfen eingelegt und in einer Gewürzbrühe vorgegart werden. Dann erhalten sie eine Panade aus Eiern und einer Gewürzmischung und dann geht es ins Frittieröl.

Wer es nachkochen möchte: Die Zutatenliste befindet sich in der Beschreibung des Videos. Mengenangaben spielen bei diesem Rezept wohl keine grosse Rolle, von allem einfach grosszügig beimengen.

Ebenfalls sehr interessant ist die „Eier-Aufschlag-Technik“…

Und gekocht wird barfuß…

Viel Spass beim nachkochen!

farbvererbung

Wer sich mit dem Gedanken trägt, seinen eigenen Nachwuchs mit dem hoffnungsvollen Nachwuchs-Hahn zu verpaaren stellt sich wahrscheinlich die Frage: Welche Farbe kommt denn dabei heraus? Farbvererbung ist eine Wissenschaft für sich und für einen Laien nicht auf Anhieb verständlich.

Wer sich nicht unbedingt tiefer ins Thema einlesen möchte, kann mit dem praktischen Hühner-Kalkulator von kippenjungle.nl herumspielen. Im Hühner-Kalkulator einfach die Elterntiere auswählen und zack! erfährt man, wie die Küken voraussichtlich aussehen werden. Dann müssen nur noch die Elterntiere mitspielen, resp. befruchtete Eier „liefern“ und los gehen kann es mit der eigenen Brut.

 

Farbvererbung, Hühner-Kalkulator

Veröffentlicht in Meine Hühner

Seidenhühner sind wetterfest

Die Seidenhühner haben es nicht leicht. Man kann sie aufgrund ihres Aussehens manchmal einfach nicht allzu ernst nehmen. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal große Seidenhühner mit Bart ausgebrütet. Eins vorweg: Seidenhühner verhalten sich nicht anders als meine übrigen Hühner. Allerdings soll ihr Bruttrieb ausgeprägter sein als bei anderen Rassen. Deshalb habe ich sie mir auch angeschafft. Ich hätte gerne mal zuverlässige Glucken. Wobei das wahrscheinlich eine Illusion ist, denn gegluckt wird meistens dann, wenn es der Hühnerhalterin gerade nicht in die Lebensplanung passt. Ihr wisst, was ich meine.

Ein uralter Witz meint, dass die Seidenhühner aus einer Kreuzung von Hühnern und Kaninchen entstanden sind. Vielleicht ist das aber auch gar kein Witz 😉

Jedenfalls war ich sehr gespannt, wie sich die Flauschebällchen bei Regenwetter benehmen, ob die empfindlicher sind, als meine restlichen gefiederten Freunde.

Denkste, meine Seidis sind immer die ersten, die bei Regen und Wind ins Gelände ausschwärmen. Zum Beweis ein Foto meines Fridolins, auf dem Bild ist er 15 Wochen alt.

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Veröffentlicht in Kunstbrut

Die ideale Bruttemperatur für Hühnereier

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Bei der Kunstbrut kann immer mal etwas schiefgehen. Denn anders als der Brutapparat sind Bruteier keine Maschinen und folgen in ihrer Entwicklung eigenen natürlichen Gesetzen. Bruteier können nicht befruchtet sein, sie können mitten im Brutprozess absterben oder plötzlich fällt der Strom aus. Wer das erste Mal künstlich brütet wird die Finger kaum von den Bruteiern lassen können und wird den Brutapparat öfter öffnen, als dies dem Brutverlauf zuträglich ist. Deshalb:

Finger weg vom Brutapparat während der Brutphase!

Wichtig bei der Kunstbrut ist die Einhaltung des Umgebungsklimas, sprich die Bruttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und das Wenden der Bruteier. Mit jedem Öffnen des Apparats wird das Brutklima zerstört, damit kann der Embryo nachhaltig geschädigt werden. Nach dem Schließen muss sich das Klima erst wieder einpendeln. Bei den einen Brutmaschinen dauert das länger, als bei anderen. Auf die ideale Brutmaschine gehe ich in einem anderen Beitrag ein.

Ich brüte mit Motorbrütern, die eine automatische Wendehorde beinhalten. Ein Lüften der Eier ist bei solchen Apparaten nicht nötig. Während der Brutphase ist es nötig die Eier zu schieren.

Nach diversen Kunstbruten habe ich die für mich idealen Brutparameter herausgefunden, die ich seither erfolgreich anwende. Die folgenden Werte gelten für Motorbrüter mit automatischer Wendung:

0-18 Tag, 37,8 Grad, 45% Luftfeuchtigkeit

19. – 21. Tag, 37,6 Grad, 65% Luftfeuchtigkeit

Sobald der Schlupf beginnt, wird die Luftfeuchtigkeit im Innern der Brutmaschine ansteigen. Während der Schlupfphase ist es wichtig, den Brüter geschlossen zu halten. Bereits geschlüpfte Küken entferne ich jeweils 24 Stunden nach deren Schlupf und quartiere sie ins Kükenheim um. Frisch geschlüpfte Küken können problemlos bis zu 48 Stunden im Brüter verbleiben. Sie benötigen dann noch kein Wasser und Futter, da sie sich noch vom Dottersack ernähren.